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Team ecolar in der Presse. Berichterstattung über Fortschritte und Meilensteine.

2012

 

2011

Ein Kraftwerk zum Wohnen

Südkurier - Claudia Rindt

Am Konstanzer Seerhein entsteht ein neuartiges Solarhaus. Es soll besonders wandlungsfähig sein und deutlich mehr Energie produzieren als die Bewohner selbst benötigen.

Es soll das wandlungsfähigste Haus und das schönste Kraftwerk der Region werden. Ein fachübergreifendes Team aus 40 Studenten der HTWG ist dabei, auf dem ehemaligen Rugbysportplatz am Seerhein das Solarhaus der Zukunft zu bauen. Es soll so viel Solarenergie produzieren, wie die eigenen Bewohner und die zweier weiterer Häuser benötigen. Der Prototyp wird zunächst am Seerhein aufgebaut. Im September dann zieht das Haus vorübergehend nach Madrid. Denn die Konstanzer nehmen dann am internationalen Solar-Wettbewerb der Hochschulen „Solar Decathlon Europe 2012“ teil. Sie wollen sich dort gegen 20 Konkurrenten aus aller Welt durchsetzen.

Eine würfelförmige Holzrahmenkonstruktion mit den Maßen vier auf vier Metern, das sind die Bauteile, aus denen das Solarhaus zusammengesetzt wird. Diese Würfelmodule können immer wieder neu kombiniert werden. „Ändert sich dein Leben, ändert sich dein Haus“, stellen Studenten die Vorzüge des Solarhauses vor.

Der Prototyp, den die Studentengruppe jetzt am Seerhein baut, besteht aus sechs Modulen, die auf 54 Quadratmetern zwei Personen Raum geben. Das Flachdach ist vollständig mit Solarzellen bedeckt und die Wandflächen können je nach Bedarf mit Fensterscheiben, oder Solarzellen belegt werden. Das Modell des Hauses scheint schlicht zu sein, doch fast jedes Ding hat zwei Funktionen.
In den Stützen aus Leimholz verbirgt sich gleichzeitig die Ökodämmung aus Hanffasern. Eine Lamellenwand hinter den Solarmodulen soll dafür sorgen, dass sich die Wohnräume im Sommer nicht aufheizen, wohl aber im Winter. Auch die Wärme, die unter dem Solardach entsteht, wird weiter genutzt. Mit ihr wird ein Wasserkreislauf erhitzt, der die Wärme über einen Tauscher ans Brauchwasser abgibt. In den Räumen des Hauses dominieren Superschränke. In ihnen ist die Haustechnik verborgen, sie bieten aber auch Platz für Alltagsgegenstände sowie das Mobiliar. Der Umbau des Wohnzimmers zum Partyraum soll mit wenigen Handgriffen möglich sein.

Rund 50 Firmen unterstützen das Projekt mit Sach- und Dienstleistungen. Für den Aufbau des Prototyps liegt der Kostenrahmen bei 1,5 Millionen Euro. Nach der Marktfähigkeitsberechnung könnte bei einer industriellen Produktion der Verbraucherpreis für ein kleineres Haus bei 200 000 bis 250 000 Euro liegen. Der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich sagte beim Spatenstich für den Neubau, Haushalte trügen mit ihrem Verbrauch an Wärme und Strom maßgeblich zum Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid bei. Zweidrittel der Haushalte genügten den modernen energetischen Anforderungen nicht. Es sei deshalb richtig und wichtig bei der Frage anzusetzen, „wie wollen wir künftig wohnen?“

Zum Artikel auf Südkurier.de

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Ein-Kraftwerk-zum-Wohnen;art372448,5473703

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